Die Tropfenfotografie    

Man kann die fallenden Tropfen ganz einfach mit dem internen Blitzlicht auf der Kamera fotografieren. Das ist zwar nicht die eleganteste Art, aber es geht. Nur mit einem enormen technischen Aufwand in Form von mikroprozessorgesteuerten Magnetventilen, Blitzauslösung und Kamerasteuerung habe ich die Grundlage geschaffen, um mich ganz auf Flüssigkeiten, Formen, Farben und das Licht zu konzentrieren – und dort so richtig kreativ zu sein.

Die Tropfenfotografie bleibt aber unberechenbar. Die Flüssigkeiten verhalten sich unterschiedlich, die Temperatur spielt eine große Rolle und das Licht ist sehr wandelbar. Der Variationen sind keine Grenzen gesetzt.

War es zuerst nur Wasser, das später eingefärbt wurde, habe ich inzwischen auch mit Milch in unterschiedlichen Verdünnungen, Öl, Farben und mehr herumexperimentiert. Alles ist möglich und immer gibt es neue Formen.

Jedes Fotoshooting bleibt aber eine Überraschung, von vielen Aufnahmen ist oft nur eine gelungen. Aber gerade das macht für mich den Reiz aus. Denn die Tropfenfotografie ist für mich nichts anderes als die Chance, in einen Bereich der Natur zu blicken, der uns sonst verborgen bleibt – mit allen Unwägbarkeiten dabei.